Impfungen durch den Züchter

Kaufen Sie einen Welpen bei einem VDH Züchter dann hat der Welpe alle nötigen Impfungen seines Alters bereits erhalten.

Impfpass

Jede Impfung wird im Impfpass eingetragen. (Der Name des Hundes, Name und Adresse des Besitzers, das Impfdatum, der verwendete Impfstoff sowie die Chargenbezeichnung werden dabei vermerkt)

Der Impfpass sollte sorgfältig aufbewahrt und zu jedem Tierarzt und bei jeder Hundeausstellung vorgelegt werden. Auch im Ausland sollte er immer mitgeführt werden.

 

Pflicht- und Wahlimpfungen

Bestimmte Krankheiten sind beim Mops zwar selten - trotzdem kann nur eine Impfung dafür sorgen, dass dies auch so bleibt. Es wird zwischen Non-Core-Vakzinen (Wahlimpfungen) und Core-Vakzinen (Pflichtimpfungen) unterschieden, um die Zahl der Impfungen so gering wie möglich und den Nutzen so groß wie möglich zu halten

Die Pflichtimpfungen müssen zwingend vorgenommen werden, um Epidemien vorzubeugen. Die Notwendigkeit der Wahlimpfungen richtet sich den individuellen Haltungsbedingungen, der Konstitution und dem Alter des Mopses.

Gemeinsam mit dem Tierarzt sollten Sie ein individuelles Impfprogramm festlegen, bei dem auch die Impfintervalle festgelegt werden.

Die Grundimmunisierung startet ein verantwortungsvoller Züchter bereits im Welpenalter von 8 bis 9 Lebenswochen. Je nach Impfmuster ist diese nach 12 oder maximal 16 Wochen abgeschlossen.

Staupe, Leptospirose (die sogenannte Stuttgarter Hundeseuche), Parvovirose und Zwingerhusten (optional) sind dabei die ersten Impfungen. 4-5 Wochen erfolgen die gleichen Impfungen erneut - zusätzlich mit einer Tollwutimpfung.

 

Impfempfehlungen

8 Lebenswochen: HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe

12 Lebenswochen: HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe, Tollwut

16 Lebenswochen: HCC, Parvovirose, Staupe,Tollwut

15 Lebensmonaten: HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe, Tollwut

Auffrischimpfungen sind danach alle 15 Monate angeraten. Wird eine Auffrischimpfung verpasst, muss eine neue Grundimmunisierung erfolgen.

 

Pflichtimpfung: Staupe

Bei jungen, umgeimpften Hunden kann der sogenannten Paramyxovirus (RNA-Virus) nach 3-6 Monaten auftreten. Der Virus wird durch Exkrete und Sekrete übertragen und kann akut, subakut und chronisch verlaufen, der zum Organausfall führen kann.

Typische Indizien für diese Erkrankung können ein klarer Nasen- und Augenausfluss, Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit sowie eine Körpertemperatur von bis zu 40 Grad sein.

 

Pflichtimpfung: Parvovirose

Die Parvovirose ist als hochansteckende Viruserkrankung die weltweit häufigste Todesursache bei Hunden. Gerade junge Welpen sterben dabei häufig an der Entzündung des Herzmuskels und Blutvergiftung. Die Übertragung der Parvovirose erfolgt z.B. durch das Ablecken von Händen, Textilien oder das Fressen von infiziertem Kot und verunreinigtem Futter.

Typische Indizien für die Erkrankung sind ein wässriger oder blutiger Durchfall, eine Körpertemperatur von bis zu 41,5 Grad oder häufiges Übergeben.

 

Pflichtimpfung: Leptospirose

Diese bakterielle Erkrankung ist auch als "Stuttgarter Hundeseuche" bekannt, die auch auf den Menschen übertragbar ist. Die Krankheitserreger werden über den Urin ausgeschieden und können damit das Futter, Wasser und die Spiel-, Schlaf-, und Aufenthaltsorte anderer Möpse infizieren.

Die Erkrankung kann sich als Depression und Lethargie des Mopses bemerkbar machen - aber auch als Gelbsucht mit möglichen Leberschäden und starken Schmerzen.

 

Pflichtimpfung: Hepatitis contagiosa canis (HCC)

Häufig äußert sich diese weltweit verbreitete Viruserkrankung an chronische Hepatitis, die sehr oft tödlich verläuft. Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch den Kontakt mit Urin. Als Folge kommt es fiebrigen Leberentzündung werden Augen, Nieren, Leber und Gefäße befallen.

Als Indizien der Erkrankung leidet der Mops an Gelbsucht, starken Schmerzen, Augen- und Nierenentzündung, Appetitlosigkeit, Durchfall und Erbrechen sowie apathischem Verhalten.

 

Pflichtimpfung: Tollwut

Die Tollwutimpfung ist Pflicht, da Tollwut als anzeigepflichtige Tierseuche immer tödlich verläuft! Sie wird durch durch Speichelübertragung bei Bissen übertragen. Ein an Tollwut erkrankter Hund verändert seine Charakter und Verhalten, leidet unter vermehrtem Speichelfluss und Schluckstörungen.

 

Wahlimpfung: Zwingerhusten

Bei bestimmten Haltungsformen (Überbesetzung, Gruppenhaltung, Zwinger) oder Haltungsbedingungen (mangelnde Hygiene, Luftfeuchtigkeit, Umgebungstemperatur) kann eine Impfung gegen diese hoch ansteckende Erkrankung der oberen Atemwege sinnvoll sein. Quälendes und bellendes Husten ist ein Indiz für einen Zwingerhusten.

 

Wahlimpfung: Babesiose

Die sogenannte "Hundemalaria" wird durch den Biss der Auwaldzecke übertragen, bei der die roten Blutkörperchen zerstört werden. Dies führt zur "rot-braunen" Färbung des Urins und kann zur Blutarmut des Mopses führen. Da die Auwaldzecke nicht in ganz Deutschland vorkommt, fragen Sie ihren Tierarzt, ob diese Impfung für Ihren Mops Sinn ergibt.

 

Wahlimpfung: Borreliose

Was für den Menschen gefährlich ist, ist für den Mops in diesem Fall ebenfalls von Gefahr, da er mit Bakterien infiziert werden kann. Nach einer Inkubationszeit von 2 bis 5 Monaten kann es zu Fieber, Lethargie, Appetitlosigkeit und sogar Lähmungserscheinungen durch Gelenkentzündungen kommen. Kommt eine Nierenentzündung hinzu, endet die Erkrankung häufig tödlich.

 

Wahlimpfung: Herpesvirus

Der Herpesvirus kann eine Fruchtbarkeitsstörungen hervorrufen, die bei Hündinnen zu Totgeburten und Aborten sowie Wellensterben nach wenigen Tagen führen kann. Auch hier äußert sich die Erkrankung durch Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit - aber auch durch Atembeschwerden und starken Schmerzen. Gerade Welpen im Alter von 1-3 Wochen, die einer Unterkühlung ausgesetzt sind sind besonders anfällig für diesen Virus. Ist die Mutter vor dem Wurf geimpft, kann sie die Welpen schützen.

Trotz "überstandener" Krankheit können als Folge Veränderungen der Augen (bis zur Blindheit) sowie Taubheit bleiben.