Der Mops möchte vor allem früh morgens, nach einer langen Nacht und am späten Abend gerne an die frische Luft.

Damit er nicht einfach nur "Spazieren geht", sollte ein Spaziergang für ihn so aufregend und unvorhersehbar spannend wie möglich gemacht werden - das fordert ihn nicht nur körperlich, sondern auch geistig.

 

Je vielfältiger die Eindrücke des Mopses schon in jungem Alter sind, desto besser ist es für seine psychische und physische Entwicklung. Deshalb sollten Sie ihn von Anfang körperlich und geistig auslasten. Gleichzeitig erhöht sich damit die Fitness des Mopses. Das verhindert Krankheiten und erhöht die Lebenserwartung.

Fördern und fordern sie daher Ihren Mops (neben der Grundkommandos) mit kleinen "Tricks" und "Intelligenzspielen".

 

Trainingsfutter vom Futter "abziehen"!

Benutzen Sie gerne Lerckerlis als Motivation für das Training. Beachten Sie jedoch, dass Sie die Menge bzw. den Kalorienumfang des verwendeten Trainingsfutters von den normalen Tagesmahlzeiten abziehen.

 

Bewegungs-, Geschicklichkeits- und Intelligenzspiele

Nutzen Sie alle Fähigkeiten des Mopses mit Bewegungs-, Geschicklichkeits- und Intelligenzspielen aus, die ihn geistig und körperlich fordern. Einige Übungen 10 Minuten durchgeführt können dabei schon mal einen gleichwertigen 1 Stunden Spaziergang ersetzen. 

 

Apportieren

Wir nutzen das Apportieren mit einem Futterbeutel in regelmäßigen Abständen zur Vertretung des eigentlichen Tagesfutters, damit unsere Möpse lernen: "Futter gibt es nicht einfach nur so - ich muss etwas dafür tun".

Das Apportieren kann man dabei sehr abwechslungsreich gestalten, damit es für den Mops nicht immer nur ein "Sitz - Brings - Futterbeutel auf und Fressen" ist. Bringen Sie Abwechslung in den Ablauf, z.B. indem Sie ihn erst zu sich rufen, bevor sie das "Brings" Kommando sagen oder verstecken Sie den Futterbeutel mit einem "Such" Kommando...

 

"Trauen Sie Ihrem Mops etwas zu!"

Trotz kurzer Schnauze kann ihr Mops gut riechen!

Versuchen Sie es - Sie werden erstaunt sein, wie differenziert er Gerüche unterscheiden kann. Dafür benötigen Sie jeweils zwei Teebeutel verschiedener Teesorten. Jeweils ein Paar bereiten Sie so vor, dass ein Beutel in einem alten Nylonstrumpf eingewickelt wird und ein Beutel in einem luftdichten Plastikbehälter gelegt wird.

Verstecken Sie jetzt alle "Strümpfe" und lassen Sie Ihren Mops an einem ausgewählten geöffneten Plastikbehälter schnüffeln. Mit dem Kommando "Such" schicken Sie ihn los, den zum Duft passenden Teebeutel zu finden.

Sobald er die Nase in der ersten Trainingsstufe, an der Stelle des richtigen Teebeutels senkt: "Loben was das Zeug hält und Leckerli rein". So lernt er schnell was von ihm erwartet wird und dass es um die Zuordnung der gleichen Gerüche geht. Später bekommt er Lob und Keks dann nur noch, wenn er ganz gezielt den Teebeutel als "gefunden" anzeigt...

 

Reizangel

Für die Fitness ideal ist eine Reizangel - z.B. in Form einer Pferdeonge, an dem ein "Köder" festgeknotet ist. Während die Reizangel in Bewegung ist, wird der Mops versuchen den Köder zu jagen. Lassen Sie ihn zur Motivation zum selbst festgelegten Schluss seine Beute "erwischen".

Hier kann auch gleichzeitig das Kommando "Aus" geübt werden, damit der Mops den erbeuteten Köder wieder frei gibt - denn nur dann geht das Spiel für ihn von Vorne los.

Unsere Möpse "quietschen" immer vor Vergnügen und Vorfreude, wenn sie nur sehen dass wir die Reizangel zum Training heraus holen...

 

"Ihr Mops ist kein Jack Russell, aber trotzdem dankbar für jede Herausforderung!"

Selbst Spaziergänge können spannend gestaltet werden wenn Ihr Mops über umgekippte Baumstämmen balancieren oder klettern darf. Bauen Sie im Garten oder beim Spaziergang einen Hindernisparcours auf. Nutzen Sie z.B. Tische und Stühle, alte Autoreifen, "Poolnudeln" oder Hundetunnel und kombinieren den Hindernislauf mit Grundkommandos und Leinenführigkeitstraining...

  

Bitte keine Stöcke verwenden!

Die Augen des Mopses sind hervorstehend und empfindlich. An Stöcke können sie sich die Augen schwer verletzen! Auch kann sich der Mops den Stock im Eifer des Gefechts in den Gaumen und Rachen rammen. Bitte lassen Sie Stöcker daher kein Trainingsbestandteil für den Mops sein.

 

Sie entscheiden "wann Schluss ist"!

Ein Tipp zum Schluss: Sie sind der Ranghöhere und entscheiden "wann Schluss ist" und wie lange gespielt und trainiert wird.

Beenden Sie das Spiel bevor der Mops die Lust verliert. Beobachten Sie ihn daher genau, damit Sie ihn im Idealfall mit einem letzten positiven Erfolgserlebnis aus dem Training entlassen.

 

Im Winter kann Drinnen trainiert werden

Der Mops geht eher ungern bei schlechtem Wetter vor die Tür, da kleine Hunde schneller auskühlen und stärker frieren. Im Winter fallen die Spaziergänge Aktivitäten im Freien daher meist kürzer aus.

Mit leichten Einschränkungen können aber alle Trainingsmöglichkeiten zu einem "Indoor"-Training umgewandelt werden...