Viele trauen dem Mops nicht zu, sich wie ein "normaler" Hund zu verhalten, zu lernen und Spaß beim Training zu haben.

 

Unseren Möpsen haben wir im Training zu Hause und in einer professionellen, einfühlsamen Hundeschule in den ersten Monaten ihre Grundkommandos beigebracht. Jeder hat seine eigenen Methoden - bei uns haben die folgenden Trainingsschritte zu Erfolg geführt.

Vielleicht haben diese Übungen auch bei Ihnen den gleichen Erfolg.

Bei allen Übungen ist das Timing wichtig, damit sie den Hund auf die Aufgabe trainieren und nicht der Hund Sie auf "gib Leckerli!".

 

Das ist mein Name...!!!

Lassen Sie Ihrem Mops ganz am Anfang lernen wie sein Name ist, so können Sie später leicht seine Aufmerksamkeit bekommen.

Sein Name alleine sollte später niemals ein Kommando darstellen, sondern immer nur seine Aufmerksamkeit auf sich lenken - gefolgt von dem was Sie von ihm wollen. (z.B. "Nilsson" ... "Sitz"!)

 

Sitz

Jetzt hat der Mops erfolgreich seinen Namen gelernt und weiß "mein Name bedeutet die Chance auf ein Leckerli"... Rufen Sie ihn daher für die nächste Übung zu sich.

Steht er vor Ihnen, dann halten Sie den "Keks" so über den Kopf dass er ihn anheben muss (weil er ihn nicht aus dem Blick verlieren möchte). Ich halte das Leckerli dabei so in der Hand, dass die spätere Handgeste dabei für den Mops schon erkennbar ist. (In unserem Fall "Zeigefinger runter" für "Sitz")

Irgendwann "plumpst" er dabei auf seinen Po. In diesem Moment sagen Sie das Kommando "Sitz" und geben ihm das Leckerli. Danach ist ganz viel Lob und überschwängliche Freude angesagt...

(Fängt er vorher an zu springen oder aufzustehen, dann verschwindet sofort der Keks und sie beginnen von Vorne.)

 

Platz

Jetzt kann das Kommando "Platz" aus dem "Sitz" geübt werden. Bringen Sie den Mops dafür in den Sitz.

Nehmen sie das Leckerchen nun zwischen die flache Hand und senken Sie die Hand vor der Nase des Mopses langsam nach vorne zum Boden bis er sich hinlegt. Wenn dies geschafft ist sagen Sie sofort das Kommando "Platz" und geben parallel das Leckerli frei. Anschließend darf wieder ausgiebig gelobt werden...

  

Bleib

Als nächste Übung haben wir mit unseren Möpsen das "Bleib" geübt. Bringen Sie Ihren Mops dazu zunächst in den "Sitz". Jetzt halten Sie die Hand "blockierend" vor sich und bewegen Sie sich rückwärts mit den Wort "Bleib" von ihm weg. Bleiben Sie ein wenig entfernt von ihm ein paar Sekunden mit weiter ausgestrecktem Arm stehen. Gehen Sie jetzt wieder ruhig auf ihn zu und geben Sie ihm bei Ankunft mit viel Lob ein Leckerchen.

Steht der Mops während der Übung auf um zu Ihnen zu kommen, brechen Sie mit dem Wort "Nein" ab und starten an der ursprünglichen Position von Vorne.

Starten Sie zunächst mit nur ein paar Schritten Entfernung (und steigern Sie die Entfernung Stück für Stück).

  

Steh

Für das Kommando "Steh" haben wir ein wenig mehr Training benötigt, da unsere Möpse das gemütliche "Sitz" bereits verinnerlicht hatten. Für eine gute Vorstellung bei Hundeausstellungen wird jedoch ein "bewegungsloses" Stehen benötigt, das wir mit viel Geduld geübt haben.

Stellen Sie hierzu den Mops auf einer rutschfesten, sicheren und sich in angenehmer Höhe befindenden Fläche in die gewünschte Haltung. Halten Sie dabei eine Hand mit leichtem Druck unter den Bauch und benutzen dabei das Wort "Steh".

Belohnen Sie ihn erst nach einiger Wartezeit im stillen Stand mit einem Leckerli und loben Sie wieder aus vollem Herzen.

  

Bett

In unserem Fall ist das "Bett" ein Ruheplatz in Form eines Hundekörbchens als Rückzugs- und Ruhezone für die Möpse - aber auch für uns selbst. Wollen Sie z.B. dass Ihre Lieben wenn Sie Essen nicht um den Tisch herumlaufen, sondern ruhig im "Bett" warten bis Sie zu Ende gegessen haben, dann lassen Sie Ihre Möpse gleich von Beginn an Ihr Bett lieben.

Diese Übung benötigt sehr viel Geduld und Konsequenz, denn Warten und lange ruhige Pausen aushalten sind nicht gerade die Stärken junger Möpse. Wenn Ihr Mops das "Bleib" geherrscht, sollte es für ihn jedoch sehr schnell zum Erfolg führen und eine Selbstverständlichkeit werden. Im Idealfall sucht Ihr Mops das Bett bereits ohne Aufforderung auf, wenn er Sie mit dem Teller Essen in der Hand zum Esstisch laufen sieht.

Zunächst haben wir dafür gesorgt, dass unsere Möpse den Platz "Bett" lieben lernt. Wir haben sie neben uns "Sitz" machen lassen und vor Ihren Augen Leckerlis in das Bett geworfen. Mit einer Handbewegung und dem Wort "Bett" haben wir sie dazu aufgefordert das Bett aufzusuchen. Hier durften Sie dann zunächst in Ruhe alle Leckerlis suchen und fressen.

Nach ein paar Wiederholungen haben wir sie dann (nach der erfolgreichen Suche im Bett) "bleiben" lassen und dabei in unregelmäßigen Abständen mit den Wort "Bett" Kekse in das Bett geworfen. Nach wiederum vielen Wiederholungen haben wir das Werfen und Verteilen der Belohnungsleckerli weggelassen und nur noch mit Handgesten und dem Wort "Bett" zum Aufsuchen des Bettes aufgefordert.

Das Zeichen für das erlaubte Verlassen des Bettes haben wir mit "Möpse lauft" eingeführt.

Mittlerweile akzeptieren unsere Möpse alle Orte die wir als "Bett" bezeichnen als "Hier-warten-wir-bis-ihr-uns-wieder-auflöst"-Zone. Das ist sehr praktisch - gerade wenn man bei Freunden oder an sonst unbekannten Orten eingeladen ist.

  

Leinenführigkeit

Der Mops ist unternehmungslustig und wie jeder Hund zunächst gerne ein paar Schritte vor dem Menschen unterwegs um "schon mal die Lage zu klären".

Möchten Sie dass der Mops entspannt neben Ihnen an der Leine läuft, dann ist das Training der Leinenführigkeit wichtig. Ein Übungsparcours im Garten oder in einer Hundeschule angeleitet ist dafür ideal geeignet. Erst wenn es hier perfekt klappt, sollten Sie die Leinenführigkeit auf andere Freigelände ausweiten.

Der Trick beim Training: droht der Mops an Ihnen vorbei zu ziehen, dann "schnalzen" Sie mit der Zunge und wechseln sie sonst wortlos und ohne an der Leine zu ziehen in die entgegengesetzte Richtung.

  

Stubenreinheit

Am Anfang kennt der Mops den Ort noch nicht an dem er sein Geschäft verrichten darf. Er ist daher auf Ihre Hilfe angewiesen.

Wenn doch mal etwas "schief geht" sollten Sie in nicht bestrafen und auf gar keinen Fall darf die empfindliche Nase des Mops in das Ergebnis seines Bedürfnisses gedrückt werden. Der Mops versteht nicht, was Sie damit meinen! Reinigen Sie stattdessen den falsch genutzten Löseplatz mit kräftig riechenden Reinigungsmitteln, damit sich Ihr Mops diesen Ort nicht als richtig einprägt.

Lassen Sie ihrem Mops den richtigen Ort kennenlernen. Welpen sollten im Abstand von 2 Stunden sowie ca. 10 Minuten nach Malzeiten und dem Aufstehen im Freien an den Ort gelassen werden, den sie später als "richtigen" Ort vorgesehen haben. Lassen Sie ihm viel Zeit zum Schnuppern.

Indizien für "ich muss mal" sind z.B. ein deutliches, intensives Schnüffeln am Boden, das hektische Drehen um sich selbst oder der Übergang in die entsprechende Körperhaltung.

Irgendwann wird er sich entscheiden ein paar Tropfen für diesen Ort zu opfern... Dann loben Sie was das Zeug hält!!!

 

Training mit Welpen

Der Kontakt mit anderen Welpen ist wichtig für die Sozialisierung junger Möpse. Ideal sind Treffen mit anderen Hundebesitzern und die Teilnahme an Wellengruppen in Hundeschulen.

Fast alle beschriebenen Trainingsinhalte können Sie auch schon mit dem Mops Welpen ausprobieren. Die einzige Einschränkung: Bitte überfordern Sie den Kleinen weder körperlich noch geistig.

Körperliche Überlastungen können zu Entwicklungsproblemen des Bewegungsapparats führen. Mopswelpen sollten daher z.B. nicht zu oft oder zu hoch springen oder Treppen steigen.

Geistige Überforderung können zu einem gestressten und unglücklichen Mops führen. Sie sollten daher nie mehr als ein paar Minuten am Stück mit ihm trainieren. Längere Konzentrationsphasen sind mit ihm noch nicht möglich.